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Hochzeitsfotos versehentlich verschwunden – So wichtig sind Backups

Als ich beinahe die Hochzeitsfotos verlor…

 

Bei den ersten Hochzeiten im Jahr 2012 achtete ich immer darauf, dass die Bilder ja gesichert sind, doppelt und dreifach. Bei der dritten Hochzeit im Jänner 2013 wurde ich nachlässig und dachte mir „Ach da passiert schon nix“ und speicherte sie nur einmal auf der Festplatte ab und formatierte die Speicherkarten noch am Samstag Abend nach der Hochzeit. Als ich am Montag darauf mit der Bearbeitung der Bilder beginnen wollte, fehlte plötzlich die Hälfte der Fotos! Sie waren einfach verschwunden. Ich war mir aber sicher, dass ich sie gespeichert hatte. Es war Winter, es war Abend und es schneite wie verrückt. Ich fand jemanden der Festplatten wieder herstellen konnte und fuhr noch am selben Abend voller Panik von zu Hause weg. Es war eine sehr alte externe Festplatte, damit ich ja nicht in eine Neue investieren musste. Der Festplattentyp meinte, er sieht es sich einmal an, was da los ist. Es dauert aber, da er die ganze Platte wo anders sichern muss und diese eben nicht das Neueste Modell ist. Am nächsten Tag kam dann der erlösende Anruf, er konnte die Bilder wiederherstellen, er hofft dass es die sind die gefehlt haben. Und JA Halleluja die waren es! Lesson learned! Diesen Auftrag zahlte ich gerne. Wer eben vorher billig kauft, kauft zweimal. Seither investiere ich in gute Festplatten und gehe nicht ins Bett bevor die Hochzeitsbilder nicht dreimal gesichert sind!

 

Zurzeit arbeiten wir mit den WD Elements Festplatten. Pro Jahr brauchen wir circa 4 x 2 TB Platten nur für die Kundenaufträge. So haben wir die Daten immer gespiegelt, einmal auf Ivanas Festplatte und einmal auf meiner. Zusätzlich bleiben die Bilder solange auf den Macs, bis sie an die Kunden übergeben worden sind. Auf den Festplatten selber heben wir alle (auch die aussortierten) Bilder bis ein Jahr nach dem Auftrag auf. Danach löschen wir die aussortierten Bilder. Bis jetzt haben wir aber noch kein Fotoshooting gelöscht und wenn Kunden die Bilder verlieren, haben wir sie noch. Ich verspreche immer, dass ich sie bis ein Jahr nach dem Auftrag speichere, hab es aber bis jetzt nicht übers Herz gebracht auch nur eine Hochzeit ganz zu löschen, hab ich auch nicht vor.

 

Auf ein NAS System wollte ich bis dato noch nicht umsteigen, da ich lieber manuell alles zweimal sichere und ich noch nicht ganz davon überzeugt bin ob man so große Dateien einfach hin und her übertragen kann.

 

Von Festplatten mit Stromstecker halte ich auch nicht viel, da man mit denen so unflexibel ist und nicht schnell mal von unterwegs die Daten laden kann, wenn gerade keine Steckdose in der Nähe ist – Flughafen zum Beispiel oder im Auto. Was ich an meinen kleinen Festplatten außerdem noch wichtig finde, ist USB 3, da die Übertragung einfach so irrsinnig schnell geht.

 

Am Anfang will man halt sparen wo man nur kann. Aber irgendwann kommt eben der Moment wie bei mir, wo man an der falschen Stelle gespart hat. Wenn du also gerade beginnst, investiere in hochwertige Speicherkarten und Festplatten! Es gäbe keinen größeren Albtraum für mich, wie wenn eines Tages die Hochzeitsfotos nicht mehr da sind.

 

Bis bald
Sandra

 

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