Fotografieren mit externen Blitzen für Einsteiger

Lange Zeit wollte ich mich nicht an das Fotografieren mit externen Blitzen heranwagen.. Vor drei Jahren allerdings habe ich den Versuch gewagt und mich mit entfesselt Blitzen befasst, um herauszufinden, wieso so viele Fotografen nicht mehr darauf verzichten wollen. Versteh mich jetzt bitte nicht falsch. Ich LIEBE eine natürliche Belichtung und bevorzuge natürliches Licht auch weiterhin bei meinen Aufnahmen. Es gibt jedoch manchmal Situationen, in denen nur wenig natürliches Licht vorhanden ist und ich einfach etwas mehr Licht benötige, um ein Foto mit Wow-Effekt zu schießen. Blitzlicht kann im richtigen Verhältnis zu natürlichem Licht zur Verbesserung des Fotos beitragen.

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Durch die Verwendung eines externen Blitzes (=Blitz runter von der Kamera) und dem Fotografieren im manuellen Modus eröffnen sich viele neuen Möglichkeiten.

Im Folgenden findest du einige Vorteile, die meiner Meinung nach für die Verwendung von externen Blitzen (Off-Camara Flash Systemen – OCF) sprechen:

 

  • Du bist nicht gezwungen, mit dem natürlichen Licht, das durch ein Fenster fällt, oder zu einer bestimmten Tageszeit, zu der perfekte Lichtverhältnisse herrschen, zu arbeiten. Du kannst nachmittags, nach Sonnenuntergang oder an dunklen, bewölkten Tagen Fotos aufnehmen.
  • Blitzlicht lässt die Farben an einem grauen, bewölkten Tag kräftiger wirken.
  • Durch die Anpassung des Blitzlichtes und seiner Positionierung kannst du dein Model in ein perfektes Licht tauchen.
  • Mit Blitzlicht kannst du schlechte Lichtverhältnisse und Farben korrigieren.
  • Du kannst das Umgebungslicht und das Licht, das auf deine Kunden fällt, kontrollieren.
  • Mit OCF lassen sich Stellen bzw. Orte beleuchten, zu denen kein gebounctes Blitzlicht vordringen kann, zum Beispiel hinter dem Aufnahmeobjekt oder einem Hindernis, um dramatische Effekte zu erzeugen.
  • Mit OCF kannst du die Belichtung selbst dann verstärken, wenn es keine Reflektoren gibt, um Licht zu bouncen.

 

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In diesem Beitrag werde ich auf die Grundausrüstung eingehen.

 

ERFORDERLICHE AUSRÜSTUNG FÜR DAS FOTOGRAFIEREN MIT EXTERNEN BLITZEN

 

  1. Ein Blitzgerät. Es gibt viele verschiedene Arten von Speedlites bzw Aufsteckblitzen. Aufsteckblitze kosten zwischen € 40 Euro (No-Name-Speedlites) bis hin zu €500-€600 für qualitative Speedlites von Nikon oder Canon. Ich verwende den Yongnup Aufsteckblitz und kann ihn nur wärmstens empfehlen, da ich finde, dass er ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis hat. Auf folgende Features solltest du beim Kauf eines Aufsteckblitzes achten:
  • ein drehbarer Blitzkopf, damit du den Blitz wie gewünscht ausrichten kannst;
  • kann der Blitz über im TTL-Modus und/oder manuell angesteuert werden? Beide Modi können nützlich sein
  • Auf die Leitzahl – ist diese stark genug für deine Einsätze?

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  1. Drahtloser Funkauslöser und Empfänger. Der Funker wird auf dem Blitzschuh (Hot shoe) deiner Kamera und der Empfänger an deinem Blitzgerät befestigt. Auf diese Weise findet der Datenaustausch zwischen deiner Kamera und deinem Blitzgerät statt. Ich verwende den Yonguo RF-603 Wireless Flash Trigger, der sich perfekt für Anfänger eignet, da er leicht zu bedienen (und auch kostengünstig) ist. Viele Fotografen verwenden gerne Funkauslöser von Radio Popper und Pocket Wizard (die allerdings teurer sind), da der Blitz mit Hilfe der Kamera ferngesteuert werden kann (so spart man sich den Weg zum Blitzgerät, um die Einstellungen manuell zu ändern).

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  1. Wiederaufladbare Batterien für das Blitzgerät und den Funkauslöser. Da Blitzgeräte schnell Batterien entleeren, musst du mit einem hohen Verbrauch an Batterien rechnen. Aus Kostengründen solltest du dir daher wieder aufladbare Batterien kaufen.

 

  1. Schirmhalter: Mit Hilfe eines Schirmhalters montierst du das Blitzgerät auf das Lampenstativ. Das eine Ende wird am Stativ festgeschraubt, während an dem anderen Ende ein Zubehörschuh befestigt ist, auf den das Blitzgerät (und wenn nötig der Funkauslöser) montiert werden. Lass dich von der Anzahl an verschiedenen Schirmhalter nicht in dir Irre führen. Sie funktionieren alle gleich. In der Mitte befindet sich ein kleines Loch, in dem man den Schirm oder einen Modifikator anbringt. Mir war es wichtig, dass sich das Stativ einfach transportieren lässt. Falls du ein etwas stabileres Lichtstativ bevorzugst, was für das Fotografieren mit Schirmen und Softboxen empfehlenswert ist, kann ich dir das Manfrotto Basic Lichtstativ empfehlen.

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PS: Wenn du mehr über externes Blitzen oder eben auch entfesselt blitzen genannt, lernen möchtest, dann kann ich dir meinen kostenlosen online Videokurs zum Thema Aufsteckblitz nur ans Herz legen.

Gerne sende ich dir alle Infos per Email zu, klicke dazu hier:

 

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2 Kommentare
  • Ramona
    Veröffentlicht um 11:01h, 29 Oktober Antworten

    Hallo Sandra! Tolle Videos und Posts von dir! Ich sehe sir mir gerne an!

    Ich blitze auch hin und wieder entfesselt.
    Wie machst du das mit dem Einstelllicht? Bei den Aufsteckblitzen hat man ja keines und
    draussen wens dunkel wird ist es dann schwer zu fokussieren! 😉

    Danke für deine Hilfe!

  • Lukas
    Veröffentlicht um 23:25h, 17 August Antworten

    Super Beitrag!
    Danke für deine Tipps und Tricks 🙂

    Lg Lukas

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