3 Eigenschaften mit denen man als Unternehmer bestimmt nicht erfolgreich ist

Wenn man im Business Erfolg haben und gute Geschäfte machen möchten, sind ein paar Eigenschaften Grundvorraussetzung. Immer nur an sich selber denken, sich ständig anderen anpassen zu wollen und voreilige Schlüsse über andere ziehen sind keine guten Vorraussetzungen. Deshalb hab ich mir mal ein paar Gedanken zum Thema „3 Eigenschaften mit denen man als Unternehmer bestimmt nicht erfolgreich ist“ gemacht.

 

1. Ich-Bezogenheit

So oft erlebe ich es, dass jeder nur Nehmen und nicht Geben will. Ich möchte, dass meine Flyer dort aufgelegt werden. Ich möchte kostenlos in diese Zeitschrift kommen. Ich möchte einen Vortrag auf diesem und jenen Event halten. Ich möchte von diesem und jenem empfohlen werden. Usw….

Dabei denke ich, ist es eine Grundvoraussetzung sich zuerst zu überlegen wie man anderen helfen kann. Was kann man also für andere tun, damit die mir nur allzu gerne weiterhelfen.

Da hab ich ein schönes Beispiel von meinem Freund Andi (Hochzeitsvideograf) neulich: Er hat über ein Event von einer Hochzeitsplanerin erfahren. Gut erstmal nix aufregendes, sowas höre ich ständig. Aber anstatt dass er sich einfach nicht viel dabei gedacht hat, hat er auf ihre Website gesehen und sich näher über sie erkundigt. Er fand ihre Arbeit gut und wollte ihr das auch mitteilen. Natürlich wollte er damit auch Netzwerken und einen guten Kontakt knüpfen. Anstatt sie per Email zu kontaktieren, schrieb er ihr einen Brief und sendete ihn ihr per Post. Das Resultat? Zwei Wochen später bekam er eine Hochzeit von ihr vermittelt!

Beispiel 2: Vor ein paar Wochen habe ich ein Video erstellt, indem es ebenfalls um das Thema Geben statt Nehmen geht. Und zwar, was kann man als Hochzeitsfotograf tun, damit man seine Flyer woanders auflegen kann und somit effektives Marketing betreibt?

2. Andere nach dem Äußeren beurteilen

Voller Freude ging ich als junge Teenagerin mit einer Freundin shoppen. Wir waren gerade in einem Schuhladen, als die Verkäuferin immer neben uns stehen blieb und uns die Schuhe mehr oder weniger aus der Hand riss und uns einen ziemlich missachtenden Blick zuwarf. Das war so ein ungutes Gefühl, dass wir den Laden schnell wieder verlassen haben. Wir hätten uns das ein oder andere Paar damals leisten können und wir waren ja extra zum Shopping gekommen. Was bleibt? Die Erinnerung. Immer wenn ich dort bin oder daran vorbei gehe, erinnere ich mich oft an die Verkäuferin mit ihrem missachtenden Blick.

Daraus habe ich gelernt, dass man nicht allzu schnell Schlüsse aus dem Äußeren von anderen ziehen sollte, wie ein gutes Buch nicht nach seinem Cover ausgewählt werden sollte.

Gut für dieses Geschäft hatte es keine weiteren Folgen, aber für meine damalige Bank in der ich eine ähnliche Story erlebt habe. Als ich als Teenie hinging um meine Zinsen anpassen zu lassen, bekam ich nicht den gängigen Zinssatz, sondern weniger. Kleines Mensch. Wird schon nichts checken. Den Zinssatz lassen wir schön unten. Zum Glück haben sich das meine Eltern nicht gefallen lassen und sind danach noch einmal mit mir auf die Bank. Und stellt euch vor, auf einmal ging es. Dreimal könnt ihr raten ob ich jetzt noch mein Geld dort habe? Und wie sie mich am Ende ganz erstaunt gefragt haben, warum ich sie denn verlasse.

 

3. Etwas vorzugeben, was man nicht ist

Sich für Freunde oder Kunden zu verstellen ist nicht nur falsch, es ist auch anstrengend. Sei einfach so wie du bist. Wenn du gerne verrückte Kleidung trägst und es deine Kunden anspricht, dann tue es. Viel zu lange habe ich versucht jeden zu gefallen. Als ich damit aufgehört habe, habe ich noch viel mehr meine Traumkunden angesprochen. Zum Beispiel habe ich neulich einen Blogpost über „Was ich im Urlaub als Unternehmerin gelernt habe“ geschrieben. Darin war ich sehr persönlich und schrieb unter anderem über Minimalismus und Capsule Wardrobe. Kurz danach erhielt ich eine Anfrage einer Braut ob ich nicht ihre Hochzeit fotografieren möchte und dass sie sich ebenfalls mit Themen wie Minimalismus und Capsule Wardrobe beschäftige.

Versteht ihr was ich meine? Man kommt auf eine ganz andere Ebene mit seinen Kunden, wenn man mehr zeigt wer man ist und welche Interessen man hat. Es entstehen auf einmal Gemeinsamkeiten, man wird greifbarer und man wird eher zu einem Freund von dem man gerne kauft. Das alles fällt unter das Thema Branding, dazu gebe ich in einem Monat am 28.06.16 ein Webinar – The Art of Branding – Erfolgreich durch die Marke ICH.

Bis bald,

Sandra

3 Eigenschaften mit denen man als Unternehmer bestimmt nicht erfolgreich ist

1Kommentar
  • Uta Gleiser
    Veröffentlicht um 11:47h, 09 September Antworten

    Hallo liebe Sandra,
    per Zufall bin ich heute auf deiner Seite gelandet und wollte dir als aller erstes ein großes Kompliment für deine wunderbaren Bilder und die tolle Seite machen.
    Was mich aber mit am meisten Begeistert ist deine offene Art und Einstellung. Wie ich finde tauschen sich Fotografen viel zu wenig unter einander aus und es wird um manche Themen wie Preise und Auftragslage ein viel zu großes Bohei gemacht. Toll und erfrischend zu sehen, dass es auch Menschen gibt, die gerne Erfahrungen weitergeben.
    Ich freu mich sehr, dass ich dich und deine Fotografie nun weiter verfolgen kann.
    Ganz viele liebe Grüße aus Hamburg,
    Uta

Schreib einen Kommentar